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Wanderlust

Vitamin D tanken

Unten grau, oben blau: gemütliche Winterwanderung auf dem verschneiten Zuger Hausberg.

Wandern
Wow! An solchen Tagen wird der Hausberg der Zugerinnen und Zuger zur Meeresdestination. Der Blick auf den nebelverhangenen See ist grandios.

Dieser Nebel! Ungemütlich wie in einem alten Edgar-Wallace-Film. Doch der Herr von der Standseilbahn zeigt strahlend auf einen Bildschirm. «Haben Sie unsere Webcam gesehen?» Oben auf dem Zugerberg – und da wollen wir ja hin – ist der Himmel blau, und die Sonne glitzert auf dem frisch gefallenen Schnee. Das ist gut für den Vitamin-D-Spiegel und vor allem fürs Gemüt. Wäre Wochenende, würde es von sonnenhungrigen Ausflüglern nur so wimmeln. An einem frühen Freitagvormittag aber sind erst wenige Wanderer unterwegs. Wir nehmen es gemütlich und an der Bergstation, im Restaurant Zugerberg, noch einen Kaffee, bevor wir der pinkfarbenen «Winterwanderwege»-Tafel folgen. Die Route Nummer 2 ist unsere und bietet schon nach wenigen Metern einen grandiosen Blick aufs Nebelmeer. Später, als wir nach moderatem Aufstieg den Grat erreichen, auch auf Rigi und Pilatus. Knapp eindreiviertel Stunden später stehen wir vor einer fotogenen kleinen Kapelle, dem Buschenchäppeli, und kurz darauf vor unserem Halbzeitziel, dem Restaurant Pfaffenboden. Dort gönnen wir uns eine Pause und bestellen die Empfehlung des freundlichen Service: Bratwurst vom Wildschwein mit Pommes frites und Salat.

Der Wanderung zweiter Teil führt mehrheitlich durch den Wald. Zwischen Räbrüti und Brand aber kann man noch einmal einen Blick auf die Rigi werfen – zwei Holzliegestühle stehen dafür bereit – und kurz vor der Bergstation, im Restaurant Vordergeissboden, einen finalen Kaffee geniessen. Wer erst jetzt richtig Hunger hat: Auf der Karte haben wir Schnitzel vom Zugerbergreh entdeckt. Unten im Tal wartet ja nur der Nebel.

Mehr Infos auf www.zbb.ch oder www.zug-tourismus.ch

Text Karin Oehmigen

Diese Wanderung erschien in der Schweizer LandLiebe #1/2023.

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